IT- und Web-News

40 Jahre ist es her, dass Ken Thompson in den Bell Labs Unix geschaffen hat. Technologiehistoriker Peter H. Salus spricht im pressetext-Interview über die verspielten Anfänge von Unix und warnt vor religösem Betriebssystem-Eifer. Er betont die Allgegenwart von Linux im Leben des Durchschnittsusers und versichert, dass die IT-Welt auch 2038 nicht untergehen wird.
Das Open-Source-Betriebssystem Linux rückt im Lichte der wirtschaftlich schwierigen Zeiten zunehmend in den Fokus von IT-Verantwortlichen. Während die Anbieter entsprechender Lösungen auf den Kostenvorteil pochen, bremst die Gegenseite und warnt vor voreilig getätigten Investitionen. Einig ist man sich auf beiden Seiten, dass im Zuge der Wirtschaftskrise die IT-Budgets in den Unternehmen gekürzt werden und das mit Problemen bei der Sicherheit der Systeme einhergeht.
"Was die Wissens- und Informationsgewinnung betrifft, ist das Web heute nicht nur bei der jüngeren Generation ein fester Bestandteil des Alltags geworden." Das Ziel des Wikipedia-Gründers Jimmy Wales ist es, in einer Welt zu leben, in der jede Person auf unserem Planeten freien Zugang zum menschlichen Wissen hat.
Deutschland startet, was die Internetversorgung betrifft, von einer stark verbesserten Position ins neue Jahr. Wie der Hightech-Verband BITKOM heute, Donnerstag, mitteilt, verfügen mittlerweile 75 Prozent der deutschen Haushalte über einen Internetzugang, das entspricht einem Zuwachs von 5,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Wissenschaftlern der US-amerikanischen Rice Universität ist es gelungen, ein ultradünnes Speichermedium herzustellen, das nur aus einer rund zehn Atome dicken Schicht Kohlenstoff besteht. Sie haben Graphen produziert, also ein Material, das nur aus zehn oder weniger Schichten Graphit besteht, und es auf Silikon aufgebracht, um darauf ein Bit Daten zu speichern. Das Material gleicht dem Graphit in einem Bleistift.
Bis zum Jahr 2018 werden die Tageszeitungen etwa 30 Prozent ihrer Leser verloren haben. Und das Internet wird mindestens über so viele Werbeinnahmen verfügen wie der Zeitungsmarkt. Denn es wird sich als kombinierter Informations-, Unterhaltungs- und Einkaufsführer in den Generationen bis 60 Jahre durchgesetzt haben.
Der Deutsche IPv6-Rat hat begrüßt, dass vom dritten nationalen IT-Gipfel ein Impuls zur Einführung der neuen Internetgeneration IPv6 ausgegangen ist. Der Vorsitzende, Prof. Christoph Meinel, erklärte nach der Veröffentlichung des Schlussdokuments "Darmstädter Erklärung", Deutschland habe mit dem vorgesehenen Übergang zu den neuen Datenverkehrsregeln im Internet die Chance, in Europa der Vorreiter zu werden.
Gepflogenheiten an. Wie die European Interactive Advertising Association in ihrer aktuellen Mediascope-Studie zeigt, beeinflussen die 25- bis 34-Jährigen, die meist erstmals in ihrer Schulzeit mit dem Web konfrontiert wurden, den Gebrauch des Internets am stärksten. Vertreter dieser Generation sind beispielsweise als erste in Scharen zur Google-Suche übergelaufen, nachdem sie zuvor ihre Online-Recherchen bei Angeboten wie Lycos und AltaVista gemacht hatten.
Social Networking in der Arbeitswelt wird zunehmend als effizientes Werkzeug zu transparenter Arbeitsweise erkannt. Das zeigt eine Marktstudie unter 2.510 Arbeitnehmern von Klein- und Mittelbetrieben in Großbritannien, Frankreich, Deutschland, Belgien und den Niederlanden. Deutschland zeigte sich im Vergleich als Spitzenreiter: 72 Prozent der Menschen, die in ihrer Arbeit den Computer verwenden, nutzen hier bereits eine oder mehrere Formen sozialer Netzwerke.
Der Webbrowser wird in Zukunft die zentrale Applikation auf einem Rechner sein und sogar in Konkurrenz zum Betriebssystem treten. Das sagt Joseph Reger, Chief Technology Officer des Computerherstellers Fujitsu Siemens Computers. In der IT sei der Trend zu einer neuen Art des Cloud-Computing deutlich zu erkennen. Applikationen werden künftig zum Großteil auf Servern laufen und nicht mehr lokal am Rechner.
Der Online-Handel entwickelt sich auch in diesem Jahr äußerst positiv. Ungeachtet der Finanzmarktkrise gaben die Deutschen rund 19,3 Mio. Euro für Waren und Dienstleistungen im Internet aus. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht das einem Zuwachs von 15 Prozent. Gleichzeitig ist die Zahl der Online-Käufer seit dem vergangenen Jahr von 29,37 auf 31,44 Mio. angestiegen.
Die Zukunft des Internets liegt zu einem beachtlichen Anteil in Händen der so genannten Silver Surfer. Das Marktpotenzial der Generation 50plus wurde bislang von der IT-Industrie nur wenig ausgeschöpft. Dabei zeigt die demografische Entwicklung immer stärker in Richtung ältere Zielgruppen. Schon jetzt gibt es mehr Senioren als Kinder unter 16 Jahren.
Der Online-Werbemarkt in Deutschland wächst weiter zweistellig. Für 2008 werden Werbespendings in Höhe von 3,6 Mrd. Euro erwartet, ein Zuwachs von über 25 Prozent gegenüber 2007. Der Marktanteil von Online im Gesamt-Mediamix erreicht in diesem Jahr bereits 13,5 Prozent (2005: 4,4%).
Durch das Internet und die umfangreiche Präsenz digitaler Zeitschriften und Leseangebote stehen Verlage und Zeitungshäuser unter Zugzwang. Besonders junge Leser in der Altersgruppe unter 25 Jahren ziehen Zeitschriften im Internet, auf dem Handy oder als E-Paper den gedruckten Versionen vor. Die Zahlungsbereitschaft für digitale Varianten liegt jedoch unter jener für gedruckte Exemplare.
Die Mozilla Labs haben den Prototypen einer Firefox-Erweiterung vorgestellt, der die Kommunikation im Internet revolutionieren könnte. Denn "Snowl" soll die Frage klären, ob der Browser geeignet ist, um Online-Diskussionen von diversen Quellen mit unterschiedlichen Protokollen an einem Ort zusammenzuführen.
1,4 Mrd. Menschen und damit ein Viertel der Weltbevölkerung surft 2008 bereits im Internet. Das Marktforschungsunternehmen IDC prophezeit in der Studie "Digital Marketplace Model and Forecast", dass 2012 das Drittel geknackt werden soll. Mit Erreichen der Zahl von 1,9 Mrd. Menschen werden auch mobile Zugangsmöglichkeiten über Handys und Mobile Internet Devices (MID) den klassischen Einstieg in die Welt des Webs durch den PC ablösen.
Das Internet als Verkaufsplattform avanciert für den Großteil der deutschen Wirtschaft immer mehr zum entscheidenden Erfolgskriterium. Die Zahlen verdeutlichen den Wachstumstrend, da der Anteil der Unternehmen mit Online-Bestellungen innerhalb eines Jahres um rund 33 Prozent anwächst. So gehen bei rund jedem vierten Unternehmen Bestellungen über das Internet ein.
Das Internet hat sich in Deutschland inzwischen quer über alle Gesellschaftsbereiche etabliert. Der Onliner-Anteil ist innerhalb eines Jahres um knapp fünf Prozent gestiegen und hat erstmals die 65-Prozent-Marke überschritten, so das Ergebnis der Studie „(N)Onliner Atlas 2008“.
Die Produktbewertungen anderer Internetnutzer nehmen entscheidenden Einfluss auf das Kaufverhalten von Online-Shoppern. Das gilt sowohl in Hinblick auf technische Geräte als auch beim Planen einer Urlaubsreise.
Materialien, die schnelle Schaltvorgänge wie in aktuellen RAM-Bausteinen mit dauerhafter Datenspeicherung kombinieren, könnten die Speichertechnologie dramatisch verändern. Selbst ein Verschmelzen von Festplatte und RAM scheint zukünftig denkbar. In Aussicht stellen das sogenannte Phase Change Materials (PCMs) wie "GST", eine Legierung aus Germanium, Antimon und Tellur.
Ein Überschwappen der US-Finanzkrise auf den IT-Bereich ist nicht zu befürchten, meinen führende Marktforschungsunternehmen. Gänzlich ausblenden lassen sich die Folgen zwar nicht, doch anders als beim Platzen der Internetblase im Jahr 2001 bleibe das IT-Geschäft diesmal von der Krise unberührt.
Die OECD hat einen Report veröffentlicht, der dringend eine Zusammenarbeit von Regierungen und Wirtschaft zur Sicherung der Zukunft der Internet-Wirtschaft einmahnt. Hintergrund ist, dass der aktuell genutzt IPv4-Adressraum (Internet Protocol version 4) für die Kommmunikation der Computer im Internet bereits zu beinahe 85 Prozent erschöpft ist und nach aktuellen Schätzungen bereits 2011 aufgebraucht sein könnte.
Jugendliche der sogenannten "Generation Google" haben Nachholbedarf, was den Umgang mit Suchmaschinen und Informationsquellen im Internet betrifft - entgegen der weit verbreiteten Meinung, heutige Teenager würden online leben und hätten die neuen technischen Möglichkeiten mit der Muttermilch aufgesogen.
Der Kundenfrust im Einzelhandel nimmt massiv zu und bewirkt eine Verschiebung zugunsten der Online-Shops. 36 Prozent aller Online-Shopper ärgern sich über das traditionelle Filialgeschäft und kaufen ihre Waren und Dienstleistungen stattdessen lieber im Internet ein.
Die Homepages von deutschen und gesamteuropäischen Unternehmen bieten einen höheren Qualitätsstandard als jene der internationalen Konkurrenz. Zu diesem Schluss kommt das unabhängige Beratungsunternehmen Bowen Craggs in einem Index, der die Effektivität von Internet-Präsenzen analysiert.
Im Rahmen des Hackerwettbewerbs "Pwn to Own" sind mit Mac OS X und Windows ausgestattete Geräte durch Lücken in Safari respektive Flash kompromittiert worden. Nur das Open-Source-System Linux konnte den Experten-Attacken erfolgreich standhalten.
Green IT ist heute schon möglich. Die Hersteller müssen vorhandene Innovationen aber konsequenter nutzen. So lautet das Fazit der Studie Searching for Green Electronics, die Greenpeace auf der CeBIT präsentiert.
Google plant eigenen Angaben zu Folge eine Konkurrenzplattform zu Wikipedia. Die neue offene Enzyklopädie soll „knol“ heißen – abgeleitet von „knowledge“. Das Konzept sieht die Autoren als Individuen im Mittelpunkt. Die Artikel werden den Autoren namentlich zugeordnet.
Immer mehr Internetnutzer verzichten im Zweifelsfall lieber auf das Medium Fernsehen als auf das Surfen im Netz. Eine deutliche Mehrheit der deutschen Onlinenutzer würde sich für das Internet entscheiden.
Informatik macht Spaß! Das wollten die Initiatoren eines neuen Schülerwettbewerbs zeigen - mit Erfolg: 21.802 Jugendliche, davon 39% Mädchen, nahmen am "Informatik-Biber 2007" teil. Lehrkräfte aus 289 Schulen hatten in der "Biber-Woche" vom 5. bis 9. November ihre Schülerinnen und Schüler motiviert, jeweils in 40 Minuten 15 Informatik- Fragen zu beantworten, die ohne Vorwissen, aber mit Hilfe strukturierten und logischen Denkens erfolgreich beantwortet werden konnten.
Computer und Internet gehören für die Bevölkerung in Deutschland mittlerweile zum Alltag. Dies belegt eine aktuell vorgelegte Studie des Statistischen Bundesamtes. Demnach nutzten im ersten Quartal 2007 rund drei von vier Deutschen über zehn Jahre einen Computer, 68 Prozent auch das Internet. Der Anteil der Internetnutzer lag damit um nur sechs Prozentpunkte niedriger als der Anteil der Personen, die einen Computer in diesem Zeitraum nutzten.
Das Internet hat sich als Alltagsmedium in weiten Teilen der Gesellschaft bereits fest etabliert. Forschern des Instituts für Demoskopie Allensbach zufolge stieg die Zahl der Internetnutzer in Deutschland gegenüber dem Vorjahr um sechs Prozent auf insgesamt 35,8 Mio. an. 19,3 Mio. Bundesbürger nutzen das Internet sogar täglich.